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Anmeldung

Bolivien 2014

 
Tag0 - 30/31.08.14 - Fete Carola Leipzig und Anreise

Zu Hause noch Alles fertig gemacht und mit Transporter zu Volkmar. Beladen und ab nach Leipzig zu Carolas 50. Im Garten Kaffee, Schnittchen, Getränke und dann mit den Öffentlichen in die City um Partytram zu fahren - Mit Diskotheker, Bar, Tanz und Grill zum Ende. Tolle Idee und gute Laune. Danach zurück nach Holzhausen und im Garten versackt. Gut geeschlafen in Pension, ausgiebig gefrühstückt bei Carola, Lieblinge eingesammelt und weiter nach Frankfurt a.M.. Fahrt furchtbar nervig, da ständig Staus. Nach mehr als 5 Stunden endlich am Flughafen. Tanken, Auto abgeben, Gepäck loswerden, endlich etwas essen, schnell nochmal rauchen und dann zum Check in. Wie immer Kontrolle Rucksack Steffen, aber Ramona und Volkar dürfen auch. Im Flieger relativ viel Platz und da wir etwas Schlafmangel haben, versuche ich jetzt mal die Augen zu zu machen, schließlich haben wir noch 8,5 Stunden Flug vor uns. Endlich gg. 5:00 (dt. 10:00) Sao Paolo gelandet. Gepäck eingesammelt und wieder aufgeben zum Flug nach Santa Cruz. In den 6 Stunden Aufenthalt Kaffee geetrunken, Pizza gegessen, gewartet. Das Wetter sehr angenehm, leicht bewölkt und ca. 22 Grad. Dann wieder in den Flieger, aber Gott sei Dank nur 3 Stunden. Mal sehen, ob die Äuglein nochmal zufallen.

Tag 1 - 1.9. Ankunft in Santa Cruz de la Sierra

Nach torbulentem Flug gg. 13.00 gelandet, vom Hoteltaxi abgeholt worden und erstmal ca. 15.00 km durch Baustelle und Dreck gefahren. Der Fahrstiel wie immer chaotissch. Dann durch die schmutzige, ärmliche Vorstadt und dann doch noch in ein nettes Hotel - ein wenig kolonialstielartig eingerichtet, natürlich südländig angegangen, aber sonst nett mit und Klimaanlage, Pool, Fitnessstudio und Sauna. Die Temperatur bei gefühlten 32 Grad und extrem viel Wind, der leider auch viel Staub durch die Gegend wirbelt. Am späten Nachmittag mit dem Taxi in das Stadtzentrum, die drei netten historischen Gebäude angesehen, schönes Kneipchen gefunden und nett gegessen, noch ein wenig im hübschen, von Menschen wimmelnden Park gesessen und auf unser Taxi gewartet. Leider kam es nicht und so haben wir uns zu sechst in ein klapperiges Taxi gequetscht und sind in das Hotel gefahren. Jetzt trinken wir noch ein Gläschen und gehen bald ins Bett, damit wir morgen fit für La Paz sind

Tag 2 - 2.9. Weiterflug La Paz / Hotel Oberland

Nach einem erstaunlich guten Frühstück noch kurz zum Pool,allerdings hat nur Paul auch gebadet. Dann mit dem Taxi wieder zum Flughafen. Die Taxis sind zwar nicht sonderlich komfortabel, dafür bezahlt man für die ca. 30 km eben auch nur 7 €. Im niedlichen Flughafen noch ein Käffchen getrunken und dann mit einer süßen CRJ 200 Trotz des extremen Windes erstaunlich ruhig ein Stündchen nach La Pas geflogen. Schon im Anflug hat man diese Millionenstadt auf bis über 4000 m liegen sehen. Auf einer rießigen Fläche eine Ansammlung von unzähligen Häuschen und Häusern, an die Felsen geklebt, auf das Hochplateau gesetzt, von Schluchten und krassen Felsen unterbrochen sind - ein gigantischer Anblick! Am Flughafen strahlender Sonnenschein und ca 18 Grad - was will man mehr, allerdings ist die Luft doch schon etwas dünner! Mit dem Hoteltaxifahrer in unsere Bleibe für 2 Nächte. Sehr schöne Anlage, von einem Schweitzer geführt, mit Kamin, Pool, Sauna und Wirlpool. Schön zusammen gegessen und dann mit Taxifahrer eine Stadtrundfahrt gemacht. Diese Stadt hat von Allem etwas - moderne Hochhäuser, pompöse Villen, häßlichen Straßenverkaufsstände und sogar ein Altstadtviertel aus der Kolonialzeit. Und Alles klebt in den Bergen und Schluchten - ein überwältigender Anblick schön am Tag und ein rießiges Lichtermeer noch dazu am Abend! Die Temperaturen fallen allerdings rapide, so dass wir - auch wegen allgemeiner Müdigkeit und Schlappheit gg. 22.00 ins Hotel zurückkehren, den Kamin noch schnell anheizen zum Durchwärmen und jetzt auch gleich ins Bettchen krabbeln werden.

Tag 3 - 3.9. Abholung Autos und Einkaufen

Relativ gut geschlafen und nach einem für bolivianische Verhältnisse exorbitant gutem Frühstück mit dem Taxi zur Autovermietung. Bei Aldo, einem Schweitzer, angekommen, haben wir ersteinmal eine detailierte Tourenbeschreibung mit Kartenzeichnungen und vielen Tipps bekommen. Danach die Autoeinweisung für unsere Nissan Patrol erhalten, das Zubehör erklärt bekommen und die Zusatzausrüstung eingepackt: Zusatztanks auf dem Dach 240 Lieter, Kiste für Essen, Tisch und Stühle und 2 Ersatzreifen auf den Dächern, im Auto Sauerstoffflaschen, Seilwinde, Abschleppseil, Schaufeln, Geschirr und Kocher und ein Satellitentelefon. Dann noch den Papierkram erledigt und schon nach ca. 4 Stunden wurden wir bestens gerüstet in die Pampa entlassen. Dann mit den Jeeps und Navi allein durch den chaotischen Verkehr von La Paz! Aber nach einigen Irrfahrten haben wir dann unser Hotel doch wieder gefunden. Schön gegessen im Hotel und wieder aufgebrochen zum Einkauf für die Tour in den Hipermarket, wo man Alles findet, was des Europäers Herz begehrt. Leider haben wir nur mit Mühe Einiges gefunden, womit wir etwas anfangen konnten. Aber wir sind ja flexibel und werden schon ohne zu verhungern durchkommen. Im Hotel zurück noch ein paar Absprachen für morgen getroffen, noch einen Happen gegessen und bald ins Bett, denn morgen früh beginnt die große Tour.

Tag 4 - 4.9. Fahrt zum Salar de Uyuni

In der Nacht hat es heftig geregnet - hoffentlich sind die Straßen i. O.. Morgens wie immer kühl, aber trocken. Nach unserem schönen Frühstück fast pünktlich 7:00 aufgebrochen. Zuerst hoch nach El Alto auf 4100 m Höhe. Vorbei an endlosen Häusermeeren der unterschiedlichsten Arten - schöne Familienhäuser, spiegelverglaste Neubauten, aber doch zum größten Teil kleine Ziegelhäuschen und wie immer Verkaufsstände. Hektisches Treiben am Straßenrand, auffallend die bunten Trachten der Frauen und der Verkehr chaotisch. Aber wieder Erwarten kommen wir mit unseren Jeeps gut durch und werden auch in keinen Unfall verwickelt. Nach der Stadt dann weiter auf einer Straße, die mehr Baustelle ist, als das man fahren könnte und von unendlich vielen LKWs verstopft wird. Je weiter wir Richtung Salar fahren, um so weniger wird der Verkehr und um so karger wird die Landschaft. Ewig langes Fahren, schurgerade auf dem Hochlateau und nicht besonders aufregend. Für die 400 km neugebaute Straße mussten wir auch noch Maut bezahlen - ganze 2,00 €. In Ouroro hatte die Tankstelle Benzin und so haben wir die Autos incl. Tanks voll gemacht ( der Liter Benzin für 0,37 €). Das Wetter hat sich zu strahlendem Sonnenschein und mindestens 15 Grad entwickelt und in der Sonne lässt es sich gut aushalten. Langsam wird die Landschaft wieder bergiger und grüner und ab und zu sieht man mal ein Lama oder ein anderes Andenkamel. Die letzten 150 km fast nur noch Schotterpiste. Also schön langsam fahren und extrem viel Staub abhalten. Die Berge werden höher und die Landschaft abwechsungsreicher. Endlich in der Ferne der Salar - ein unendlich großer, ausgetrockneter Salzsee - der größte und auf 3700 m höchstgelegene der Welt. Dann schon mal ein Stück darüber gefahren und nach kurzem Verfahren unsere Unterkunft, das Hostel Posada erreicht. Eine einfache Unterkunft in einem Dorf, aber viel mehr gibt es hier nicht. Die Zimmer i.O. Mit Waschbecken und Toilette, Dusche auf dem Gang, aber für 8,00 € pro Zimmer kann man auch wirklich nicht mehr verlangen. Schade nur, dass es Nichts zu Essen gibt. Aber in einer kleinen Küche mit Essecke können wir uns eine Nudelsuppe kochen und Alles ist gut. Nach dem Essen sind wir dann aber doch gleich in die Zimmer gekabbelt - wir sind müde, es ist windig und höchstens noch 6/7 Grad. Und wie ich so auf dem Bett liege und schreibe geht das Licht aus - Strom gibt es nur vom Generator und da muss man sparsam sein!

Tag 5 - 5.9. Vulkan Tunupa und Salar Tour 1

In unserem einfachen Domizil relativ gut geschlafen. Das Licht ging irgendwann in der Nacht wieder an, dafür war aber früh das Wasser weg. Weniger schön, aber nützt ja nichts. So haben wir uns notdürftig fertig gemacht und unser Frühstück zubereitet. Bei Temperaturen von max. 5 Grad war es dochetwas fröstelig. Da war das Wasser dann auch wieder da und so haben wir bei Kaffee und Tee, Müsli und Kakao, Salami, Käse und Leberwurst herrlich gefrühstückt. Dann noch die Autos beladen und über den Salar zur Fischinsel - der größten auf dem Salar - gedüst. Unterweges doch tatsächlich ein Salzauge gefunden und schöne Salzkristalle als Mitbringsel herausgeholt. Auf der Insel gelandet, konnten wir die riesigen Kakteen- bis zu 10 m hoch - aus der Nähe bestaunen. Da diese nur einen Zentimeter pro Jahr wachsen, müssen sie schon ziemlich alt sein.Volkmar, Sopia und Paul sind den Berg bis ganz hoch gekrachselt, der Rest hat die herrliche Aussicht über den Salar auf halber Höhe genossen. Man merkt doch schon deutlich, dass die Luft auf über 3700 m dünner wird. Dann zurüch über den Salzsee nach Conquesa . Dort eine einfache Unterkunft angesehen und aber erst noch zu den Mumien von Chillapas. Am Vulkan Thunupu ein Stück nach oben gefahren und die alten Herrschaften in einer kleinen Höhle angesehen. Erstaunlich, wie die sich dort oben so einfach mumifiziert haben. Da wir schon gg. 14:00 zurück im Dorf, haben wir beschlossen, heute noch nach Colchani zu fahren. Also nochmal über den Salar gedüst, locker mit 120 kmh. Keine Touris weit und breit, man glaubt über die Wolken zu fahren und die Berge und Inseln am Horizont schweben über den Wolken. In Colchani angekommen haben wir die Salzabbaustätten für Touris angesehen, im wirklich nicht schönem Ort glücklicher Weise Benzin bekommen und nach der gestrigen Minimalherberge uns dann doch für die ¨Luxusvariante¨ entschieden. So sitzen wir in einer Lodge in Hotel Luna Salada, der Kamin flackert, wir sind frisch geduscht und angehübscht, haben uns einen herrlichen Sonnenuntergang angesehen und werden uns gleich ein Abendmenü gönnen - schließlich gab es tagsüber wieder nur zu knabbern - und uns danach in unsere beheizbaren Betten zurück ziehen.

Tag 6 - 6.9. Bis zur Laguna Hedionda

Schön geschlafen und noch besser gefrühstückt - aber für den Preis auch zu erwarten. Der Himmel ist strahlend blau, aber die Temperaturen sind sicher nicht viel über Null. Nach dem Bezahlen und Autos einladen über den Salar gedüst in Richtung Colcha K im Südwesten des Salar.Weiter über ziemlich abenteuerliche Straßen nach San Cjuan. Dort nach Benzin gefragt, aber niemaand wollte uns etwas geben. Also müssen wir das Risiko eingehen und ohne nochmal voll zu tanken weiterfahren. Die Straßen fast ausschließlich unbefestigt und über Stock und Stein. Paul musste zweimal den Allrad bemühen und durchgeschüttelt worden sind wir mehr als genug. Wir sind immer wieder über kleinere Salzseen gefahren, rießige Berge bis über 6000 m säumten den Weg und wir haben unseren ersten Pass bei 4321 m überquert. Weiter in Richtung der Lagunen. Erste war die Laguna Canapa. Eine kleine Lagune inmitten der Bergriesen, strahlend blau, rosa schimmernde Flamingos am Rand, Salzkruste am anderen Ende - einfach wie auf der Postkarte. Weiter auf den abenteuerlichen Straßen zur Laguna Hendiona. Etwas größer, ansonsten aber genauso schön. Und weil es so schön ist und wir nicht genau wissen, wie weit wir noch kommen, bleiben wir in einem kleinen Hotel auf ca. 4700 m direkt am See und scchauen noch etwas den Flamingos zu. Die Zimmer sind nicht wirklich komfortabel, die Bäder sind zum Hilfe rufen, aber für hiesige Verhältnisse ist das schon Luxus. Es ist windig und verdammt kalt und selbst in der Gaststube sitzen wir in Pullover und Jacke, spielen Karten, schreiben und warten auf das Abendessen. Nebenbei disskutieren wir, was wir zum Schllafen alles anziehen werden und wer bei der Kälte die Warmwasserzeit zwischen 18.19:30 nutzen möchte - heute bleiben Alle eingestaubt!

Tag 7 - 7.9. Bis zur Laguna Verde

Unser Abendesssen war genießbar, die sanitären Anlagen eher gewöhnungsbedürftig und sehr geruchsbelastet. Aber wir haben halbwegs geschlafen, zum Frühstück noch ein paar Beilagen aus dem Auto geholt und die Autos gepackt. Dann wollten wir noch die Scheiben waschen, das ging aber nur bedingt, as Wasser auf der sonnenabgewandten Seite sofort gefroren ist. In der Nacht waren ca. minus 10 Grad. Wir fhren auf dieser ewig großen Hochebene, gesäumt von Bergriesen der unterschiedlichsten Art - mal schroff, mal begrast und mal in den schillerndsten Faben von rot über gelb und weiß und grün und blau - einfach unvorstellbar schön! Die Straßen natürlich Offroad bergauf und bergab und auch mal schnell auf über 5000m. Vorbei an mehreren Lagunen - Eine schöner als die Andere bis zur Laguna Colorada. Ein Traum inmitten der Berge, schillernd in türkisblau und tiefrosa, am Rand die strahlend weiße Salzkruste, Flamingos in Massen und strahlender Sonnenschein. Schöner kann es kaum sein! Dann weiter zu den Termalquellen von Chalviri. Die Geisire haben wir leider nicht gefunden. Paul und Steffen haben in dem 40 Grad warmen Wasser gebadet, nur hinterher war es etwas kühl. In der Sonne ist es immer schön warm, aber sobald Wind dazu kommt und ein paar Wolken, ist es eisig kalt. Weiter über die Piste bis zur Laguna Verde - eine zu dieser Tageszeit schillernd grüne Lagune. Unweit der Lagune eine Unterkunft gesucht und sehr froh gewesen, eine hübsche Herberge für wenig Geld gefunden zu haben. Zwar nur ein Sechsbettzimmer und Gemeinschaftstoiletten, aber dafür ein hübscher Gastraum und ein warmes Essen Benzin haben wir heute leider nirgends bekommen, so dass wir die Route für morgen etwas umplanen mussten. Aber nach gründlichen Recherchen werden wir wohl trotzdem Alles schaffen.

Tag 8 - 8.9. bis San Pablo de Lipez

Heute morgen wieder bitter kalt. Die Scheibenwaschanlage von Auto ist gefroren. Zum Frühstück sind wir leider vergessen worden, also fahren wir halt erstmal los. Dummerweise geht die Lenkradkralle von unserem Auto nicht los. Nach Öl, Wärme und roher Gewalt haben wir nach 30 Minuten doch nochmal den Code gewechselt und siehe da, Kralle ab. Also los, weiter durch den Reserva National de Fauna Andina. An den Termalquellen Kaffee getrunken und unser Frühstückscerialien vertilgt, Paul und Volkmar nochmal die Füße in den Pool gehalten und dann weiter über Stock und Stein, bergauf und bergab, vorbei an schillernden Bergen und leuchtenden Lagunen, Flamings,Lamaherden und Guanacos überall. An einem verlassenen Dorf gehalten, an Dörfern in mitten der Pampa vorbei, wo man nicht weiß, ob sie verlassen oder bewohnt sind, karge Flora, dafür aber Schluchten, Täler und Bergformationen in allen möglichen oder eher unvorstellbaren Varianten. Auch mal ein Geyer am Rand und vielen schöne Wasserdurchfahrten für unsere Jeeps. In den Tälern saftiges Struppelgras, an den Flüßchen teilweise noch Eis und in einigen Ecken noch Schneefelder. Wenn man dort im strahlenden Sonnenschein entlang fährt, vergisst man leicht, dass man sich auf über 4000 m befindet und das es draußen, bei ziemlich heftigem Wind, bitter kalt ist. Gegen 17:00 in Sant Paoblo angekommen. Im netten Hotel auch noch zwei Zimmer bekommen, allerdings war Volkmars Zimmer so mit Benzingeruch verpestet, dass wir lieber zu sechst ein Zimmer genommen haben. Kein Problem, wir hatten ja schon geübt. Im Hotel hatten wir auch noch das große Glück, dass uns endlich mal ein Guide ein paar Liter Benzin verkauft hat - zwar für 0,80€ statt der offiziellen 0.37€ - aber das haben wir gern bezahlt, schließlich können wir dann morgen zitterfrei weiterfahren. Im Hotel dann herrlich warm geduscht und noch nett, wenn auch etwas spät gegessen, da die Gaststube von der Dorfversammlung blockiert war und dann wie immer recht zeitig ins Bett.

Tag 9 - 9.9. Nach Tupiza

Gut geschlafen, spartanisch gefühstückt und noch einen Blick aufs Dorf geworfen. Neben dem Hotel gibt es eine massive Brücke und einen Kunstrasenplatz - dem Dorf scheint es recht gut zu gehen. Dann ab in Richtung Tupiza. Der durch Berge und Täler führende Weg ging hinauf und hinunter, traumhafte Bergformationen, Schluchten und Täler, Eis, Schnee und satte Weiden, Lamas, Guanacos, Kondore, Suris- abwechlungsreicher geht es kaum. Manchmal war es etwas eintönig, aber kaum war man um die nächste Ecke, bot sich ein neues, faszinierendes Bild. Je weiter wir in Richting Tupiza kamen, um so abenteuerlicher wurden die Straßen. Ewig ging es an den Abhängen entlang, mal links, mal rechts hunderte von Metern nach unten und natürlich Alles Schotterpiste, die an der einen oder anderen Stelle schonmal gut unterspült war. Mir war hundeelend und ich weiß, eine Person im anderen Auto hat auch ganz furchtbar gelitten. Dafür boten sich unvergessliche und atemberaubende Anblicke! Die Berge wechselten ihr Gesicht innerhalb weniger Meter. Alle erdenklichen Farben und Formen boten sich dem Auge - eigentlich kann man es nicht beschreiben. Tupiza selbst ist schon so etwas wie eine Stadt. In gemäßigter Klimazone auf nur noch 3000m ist es angenehm warm und grün, es gibt Bäume und Palmen und im schönen Hotel einen beheizbaren Pool. Wir sitzen auf der Hotelterasse, haben einen Imbiss aus dem Auto zu uns genommen, mal schnell geduscht und Hosen gewaschen und freuen uns, ab morgen nicht mehr ganz so viel Staub schlucken müssen. Fazit Nationalpark und Umgegend: Wir haben uns zwischen 3500 und über 5000 m mit dem Auto bewegt, keiner hatte ersthafte Probleme, nur beim Laufen merkt man sofort, dass die Luft verdammt dünn ist. Wir hatten Übernachtungen von 4€ pro Person bis 110€, von Sechsbettzimmer bis mitteleuropäischem Standard, von kein Wasser, keine Dusche über kalte Dusche bis Alles chic, von Plumpsklo bis normale Spülung, von kein Essen über ¨nimm was es gibt¨ bis gutes Menü und Temperaturen bis minus 10 Graad in der Nacht ohne Heizung - wir wurden nach langer Zeit mal wieder daran erinnert, dass es auch mal ohne Luxus gehen kann ! Die Straßen waren abenteuerlich, teilweise sehr eng und auch mal schwer zu finden. Bei Umleitungen ist nicht mit viel Hilfe der Anwohner zu rechnen. Sie sind eher abweisend bis unzugänglich/ unfreundlich. Gott sei Dank haben die Autos einen guten Dienst geleistet und wir hatten außer Benzinängsten keine Sorgen. Unsere Haut hat in den wenigen Tagen doch recht gelitten. Die Nasen und Lippen sind Dank der Kälte, der Sonne und des Staubs total wund, rauh und aufgerissen. Aber es gibt Schlimmeres. Alles in Allem werden wir diese bisher unvergleichlichen Eindrücke sicherlich nicht so schnell vergessen!

Tag 10 -10.9. Nach Sucre

In Tupiza nochmal durch die Straßen gelaufen und in einem kleinen Steakhaus Berge von argentinischem Rind gegessen - für 5€ incl. Getränk. Ein kleines Kringel gedreht im Städtchen und dann zurück ins Hotel. Noch einen Absacker auf der Terasse und ab ins Bettchen. Früh gg. 8:30 gefrühstückt und dann zur Tanke und in die Waschanlage !!! So viel Dreck von einem Auto - nicht zu fassen!!! Und das Ganze incl. Unterbodenreinigung für 4€. Noch innen etwas Staub gewischt und fast wie neu auf die Piste Richtung Sucre. Wir fahren eine unendlich lange Strecke ( 400 km in 7 Stunden) durch Berg und Tal, zwischen 2500 und 4200m auf und ab, Kurven und Baustellen ohne Ende, kriechende und stinkende LKWs und Busse ohne Ende, verrückte Fahrer, die an den unmöglichsten Stellen überholen, Schafe, Ziegen, Esel, Kühe und Schweine am Straßenrand, bewacht von unzähligen Straßenhunden, Dorfbewohner, die mit Sack und Pack trampen, aber auch traumhafte Täler, Berge und Canyons. Obwohl sich die Strecke ewig lang zieht, sind doch immer wieder tolle Bilder zu sehen, Bäume in rosa, rot, orange und blau blühend, graue Stachelsträucher mit einem grünen Ast und überall wo Wasser ist sofort grüne Bäume. Selbst auf 4200m Höhe gibt es hohe grüne Bäume - unvorstellbar!!! Der Weg führt an Potosi vorbei, einer Bergbaustadt in 4200m Höhe - grau, laut und nicht schön. Dort soll der am meisten ausgehölte Berg der Welt sein und Steffen möchte auf dem Rückweg eine Minenführung mitmachen. Mal sehen, wer noch. Je weiter wir Richtung Sucre kommen, um so grüner und wohlhabender wird es. Die Häuser werden höher und ansehnlicher. Bei der Stadtdurchfahrt erhaschen wir schon ein paar Eindrücke von einem etwas anderen Bolivien. Die Hauptstadt hält, was ihrem Ruf vorauseilt - sie ist zumindest für uns die mit Abstand schönste Stadt Boliviens. Mit etwas Mühe in unserem Hotel angekommen - das Schnuffel hat mal wieder gezaubert! Ein herrliches Hotel mit Blick über die gesamte Stadt. Wir geniesen erstmal diesen Ausblick und den Sonnenuntergang, machen uns etwas frisch und essen zuerst nett und gut in Hotelrestaurent (Hauptgericht ca. 5€). Noch ein letzter Blick auf das Lichtermeer von Sucre und wir gehen müde und zufrieden ins Bett.

Tag 11 - 11.9. Sucre Tag 2

Lange nicht so gut geschlafen. Gut gefrühstückt und dann das Kloster gleich neben dem Hotel besichtigt. Das Kloster wurde 1600 erbaut und ist ansonsten hübsch, aber übersichtlich. Die Führung ebenso und ausschlichlich in Spanisch. So hat Sophia für uns übersetzt und Paul für die mitlaufenden Engländer. Danach ins Indigo-Museum. Hübsch gewebte Stoffe, Tänze und Bräuche erklärt und nette handgearbeitete Decken, Läufer etc. Verkauft. Dann noch einen Kaffee auf der Hotelterasse getrunken und dann in die Stadt gelaufen. Herrliche Fassaden mit traumhaften Balkons aus der Kolonialzeit, Kirchen und wunderbar angelegte Parks mit herrlichen Blumenengagements - einfach sehr schön und strahlend weiß, da die Häuser jedes Jahr neu gestrichen werden müssen. Noch durch einen Markt mit einheimischen Produkten. Das Fleisch für unsere Verhältnisse wiedermal ekelhaft und stinkend, die Obststände dafür um so verlockender und in Arten und Farben überfließend. In ein paar Souvenierläden gestöbert und ein paar Mitbringsl eingesammelt. Am Markt in einem Restaurent auf dem Balkon Mittag gegessen, sehr lecker, reichlich und wie immer sehr preiswert. Paul hat sich auf dem Markt noch schön die Schuhe putzen lassen und dann haben wir noch Wasser und Kekse etc. Eingesammelt und sind mit dem Taxi ins Hotel gefahren. Nochmal auf die Dachterasse gesetzt und ein bischen ausgetrudelt, dann werden wir noch schön Essen im Restaurent und mal sehen, ob jemand nochmal mit in die Stadt tapst.

Tag 12 - 12.9. Sucre Tag 3

Wir sind doch nach dem guten, aber ziemlich langandauerndemAbendessen in die Betten geschlüpft. Nach dem Frühstück noch ein wenig auf der Dachterasse den Tag geplant. Es reichen Minuten, um sich einen Sonnenbrand zu holen, aber das merken wir erst am Abend. Mit Taxis zur Sauriertour gefahren. Eine Kalksteinwand, die bei Steinbrucharbeiten entdeckt wurde und viele Fußabdrücke von Dinos erkennen lässt. Drumherum ein nettes ¨Kleinwelka¨ aufgebaut und ein paar fossile Pflanzenabdrücke ausgestellt. Nette Abwechslung. Interessanter war die Fahrt durch die Vorstadt. Bauarbeiten ohne Ende, chaotische Verkaufsstände und ziemlich viel Dreck und Staub. Gegen Mittag noch mal kurz Absprache auf der Terasse. Wir gehen nochmal über den Markt am Kloster und sammeln Mitbringsel ein, essen in einem netten Kaffee Mittag - eine Vorspeise reicht mehr als gut als Hauptgericht aus - und gehen dann zum Umzug zur Heiligung der Maria, der Schutzgöttin der Stadt. Der Umzug beginnt mit der mit Gold und Edelsteinen überhäuften Skulptur der Maria und weiter mit allen nur erdenklichen Kulturen und Einrichtungen. Jede Schule, jeder Kindergarten, Bergarbeiter, regionale Kulturen, Flamencotänzer, Orchester, verschiedene Indidotänzer und Karnevalvereine haben sich singend, tanzend und trommeld präsentiert. Ein wahnsinniges Spektakel! Wir wollten eine halbe Stunde bleiben und sind nach zwei Stunden gegangen. Der Umzug war noch nicht zu Ende! Auf dem Rückweg noch kurz in die Eine oder Andere Kirche geschnuppert, zu Abend gegessen und jetzt vor dem Schafen gehen festgestellt, dass die Nacht im Zentrum wohl noch lang und laut werden wird.

Tag 13 - 13.9. Zwischenstation Oruro

Haben trotz Straßenfeiern recht gut geschlafen, nur Paulchen kränkelt ein wenig, wahrscheinlich ein Essen nicht vertragen, vielleicht auch zu viel Sonne. Nach dem Frühstück Richtung Oruro aufgebrochen. Anfangs noch leicht bewölkt, wieder durch Berge und Täler, immer zwischen 2300 und 4200 m Höhe auf und ab. Die Berge wieder in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Gesteinsarten. In den Dörfern mit seinen Lehmhütten und Backöfen vor den Häuschen sind alle am arbeiten. Wäsche hängt oder liegt überall in der Sonne und die Handtuchfelder werden bestellt - mit Spitzhacke oder einschaarigem Pflug mit 2 Ochsen davor. Auf dem gesamten Weg haben wir gerade mal 3 Traktoren gesehen. Dann ewig lange Zeit über die Hochebene. Die Straße diesmal aber fast durchgehend asphaltiert. Trotzdem ist es ein mühsames Vorwärtskommen. Unsere großen, schweren Autos mit 4,5 l Maschinen schaffen zwar jede Steigung und bisher jedes Hindernis, sind aber auf der Straße nicht besonders anzugsstark. Dank der LKWs und ähnlicher Verkehrshindernisse kommen wir daher nicht besonders schnell vorwärts. Ein nettes Hindernis stellte ein Umzug in einem kleinen Dorf dar. Alle zogen in ihren prächtigen und schillernden Kostümen mit geschmückten Autos und Musikkapelle durch die Straßen. Was es zu huldigen gab, wissen wir nicht, aber diese fröhlichen, tanzenden Menschen geben das Gefühl, dass sie glücklich und zufrieden sind, auch wenn wir uns mit den mittelalterlichen Zuständen auf dem Land nur schwer identifizieren können. Langsam hat es sich zugezogeen, tröpfelt ab und an und je weiter wir Richtung Oruro kommen, um so mehr regnet und gewittert es. Obwohl wir bereits gg. 9:00 losgefahren sind kommen wir erst gg. 17:00 in Oruro an. Diese Minenstadt ist nicht wirklich schön. Der Verkehr dafür um sochaotischer. Durch total verstopfte Straßen hat uns die Suse aber trotzdem nach ca. 1 Stunde sicher zum Hotel geführt. Eine Behausung, die im früheren Laben sicher zu den guten Kolonialbauten gehört hat. Heute ist sie nicht mehr auf dem neuesten Stand und mit Kunstblumen u. Ä. Etwas verunstaltet. Die Zimmer sind klein und teilweise ohne Fenster, aber für diese eine Nacht und 30 € werden wir es überleben. Dann noch halb verhungert in ein nahegelegenes einheimisches Restaurent gegangen und gut und viel gegessen. Merke: Die Portionen in den Gaststätten Boliviens sind extrem groß! Zurück im Hotel gehen wir auch gleich in die Zimmer, denn so eine Fahrt von 450 km schlaucht in Bolivien doch ganz schön.

Tag 14 - 14.9. nach Coroico - Yungas

Schlecht geschlafen, gegen 8:00 gefrühstückt und dann Richtung Croico gefahren. Die bekannte Strecke über das Hochland mit wenigen Highlights. In La Paz mit der Suse recht gut durchgekommen. Nur das die Straßen von Marktständen und Menschen total verstopft waren. In Bolivien muss man Sonntags nicht fahren, denn Alle sind am feiern und fröhlich sein. Nach La Paz eröffnet sich wieder eine atemberaubende Bergwelt. Leider ist die Sicht auf einmal über 4700m nicht gut und der Himmel von Wolken verhangen. Die Straße schlängelt sich am Bergrand in Serpentinen entlang. Wir kommen an heißen Quellen vorbei und langsam wird es grüner und feuchter. Die Pflanzenwelt wird vielfältiger und höher. Endlich nach wahrscheinlich 1 Stunde Serpentinen im Tal auf ca. 1400m angekommen müssen wir wieder nach oben auf ca 1700m. Die Suse schickt uns eine kleine Straße bergauf. Gepflastert mit Feldsteinen, einspurig und immer enger werdend. Dichter Regenwald um uns herum und wir waren froh, dass uns ein entgegenkommendes Auto bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind - aber wir sollen vorsichtig fahren. Auf die Idee waren wir auch schon gekommen - es war auch bitter nötig und anders nicht möglich. Ramona fand die Strecke gar nicht nett. Aber wer die Augen nicht zu hatte, konnte einen ersten, herrlichen Eindruck vom Regenwald aufschnappen. Der Ort klebt am Hang und natürlich wurde auch hier an allen Ecken gefeiert. Endlich im hübschen, wiedermal kolonialstilartigem Hotel angekommen, haben wir ersteinmal unsere netten Zimmer bezogen. Nach der anstrengenden Fahrt wollten wir etwas trinken, da gab es aber erst ab 19:00 etwas. Wir hätten gewarnt sein sollen! Als wir halb verhungert zum Abendessen gehen wollten, war der Koch noch nichteinmal da. So mussten wir noch ewig warten und dann war das Essen auch halb kalt und hat noch nicht einmal geschmeckt. Schade, denn ansonsten ist die Hotelanlage sehr hübsch. So haben wir noch ein wenig in der Bar gesessen und Billard gespielt und versucht, uns nicht zu ärgern.

Tag 15 -15.9. Coroico Tag2

Herrlich geschlafen und spontan um einen Tag verlängert, weil es so schön grün ist. Nach dem Frühstück eine kleine Wanderung zur auf dem Berg gelegenen Kapelle gemacht. Diese war leider verschlossen und ringsherum total vermüllt von irgenswelchen Prozessionen. Leider waren die Berge etwas von Wolken verhangen und dann fing es auch noch an zu nieseln. Trotzdem weiter gelaufen zu einem anderen Hostel ¨Sol de Luna¨. Etwas abseits gelegen vom Ort mitten im Regenwald. Kleine Hütten im Urwald verteilt, herrliche Bäume, Pflanzen und Blumen überall, schöne Schmetterlinge und hübsche Piepser überall - einfach traumhaft schön und wir ärgern uns schon etwas, dass wir nicht in diesem Hotel gelandet sind, zumal das Essen und die Säfte sensationell gut waren. Auf dem Rückweg an einem kleinen Friedhof vorbei gekommen. Die Urnen oder Särge? Waren in Zeilen und übereinander eingeschichtet - warum auch immer. Zurück im Ort noch ein wenig umgesehen, aber außer dass die Gassen eng, elend steil und Alles nicht besonders gepflegt waren, gab es Nichts spektakuläres zu sehen. Wir haben noch etwas eingekauft und sind dann zurück ins Hotel. Jetzt sitzen wir bei strahlendem Sonnenschein und mindestens 22 Grad an und im Pool und geniesen die Ruhe und den herrlichen Ausblick! Da das Abendessen gestern so gruselig war und wir nicht wissen, was uns im Dorf erwartet, suchen wir uns einen Pavillion im Hotelgarten, holen unsere Kochutensilien und kochen uns Spagetti mit Soße. Es schmeckt lecker und nach dem Aufwasch setzen wir uns nocht etwas auf den Balkon. Leider ist Steffen am Pool von irgendwelchen Tierchen zerstochen worden und seine Beine sind voller Stiche.

Tag 16 - nach Copacabana -Titicaca See

In der Nacht hat es heftig geregnet und beim Aufstehen sind die Berge in dichten Wolken verhüllt. Wir sind pünktlich 8:00 zum Frühstück, nur das Buffett ist noch nicht in Sicht. Also bringen wir Ruhe hinein und diskutieren nochmal die Fahrtroute. Bei diesem Wetter werden wir wohl nicht die Todesstraße fahren. Nach dem Frühstück zusammengepackt und diesmal die richtige Straße aus dem Dorf erwischt. Im Tal angekommen fahren wir weiter, die Straße schlängelt sich am Berg entlang, ist manchmal recht schmal, plötzlich wird Linksverkehr angezeigt, in den Talsohlen kreuzen wir Wasserläufe und weit und breit kein Verkehr. Wir fahren bergauf und bergab und halten an einem Aussichtspunkt. Siehe da, wir sind unwissentlich schon auf der Todesstraße ! Manchmal werden uns die Entscheidungen halt von selbst abgenommen! Also fahren wir weiter. Aber nach dem uns vom Gegenverkehr mehrfach angezeigt wird, dass wir nicht durch kommen, drehen wir und fahren zurück. Die ca. 10 km Straße des Todes waren bei diesen Witterungsverhältnissen auch ausreichend! Allerdings muss man sagen, dass die Straßen auf dem Weg nach Tupiza wesentlich enger und weniger ausgebaut waren. Zurück auf der Asphaltstraße auf 1100m schlängeln wir uns die Serpentinen Richtung La Paz hinauf. Glücklicher Weise sind kaum LKW`s unterwegs, dafür fahren wir nach wenigen Kilometern in dichten Nebel. Man sieht kaum die Hand vor Augen und so müssen wir halt schön langsam fahren. Leider hält der Nebel bis zum Pass auf 4700m an und erst danach scheint wieder die Sonne. Wir kommen langsam, aber gut durch La Paz, aber in El Alto ist die Hölle los! Auf der dreispurigen Straße wird in 5 Spuren gefahren, Alles drängelt sich von einer Seite auf die Andere, man hält zum Ein- und Aussteigen einfach an, blinker werden gar nicht benutzt und zwischendrin drängeln sich die Fußgänger! Zu unserer großen Freude wird Paul an einer dunkellilaen Ampel von einem Polizisten rausgeholt. Aber der ist nett, erklärt Paul nochmal die Ampel und er darf sogar ohne Schmiergeld weiterfahren. Weiter über das nicht sonderlich aufregende Hochland. Gott sei Dank ist die Straße ziemlich frei, so dass wir zügig vorwärts kommen. Das gefiel aber der am Straßenrand lagernden Polizei nicht so gut. Diesmal war Steffen dran. Aber nach kurzen Erlärungen zu den Verkehrsregeln und 50 Bs. Durften wir weiter fahren. Natürlich jetzt ganz brav mit 80 km/h, obwohl uns vorher schon Alle - sogar LKW`s - überholt hatten. Am Horizont sehen wir langsam den Titikakasee silbern schillern.Auf der anderen Seite der Straße erheben sich schneebedeckte Berge. Die Sonne strahlt. Besser kann es nicht gehen! Allerdings hatten wir bis dahin die wunderbaren Holzfähren noch nicht gesehen! Flache Holzschiffchen, auf die gerademal zwei Autos passen! Kein besonders vertrauenserweckender Eindruck. Aber was soll`s, eine andere Möglichkeit gibt es eh nicht und als wir sehen, dass sogar Busse und LKW`s damit verschippert werden, sind wir auch schon etwas beruhigter. Auf der anderen Seite angekommen, fahren wir nochmal durch die Berge und durch Dörfer, immer den Titikakasee im Blick. Dieser zeigt sich mal in der Sonne silbern schillernd und mal türkis bis tiefgrün. Die Häuser in den Dörfern werden größer, bunter und ansehnlicher. Endlich liegt Copacobana vor uns. Ein hübsches Städtchen in einer Bucht mit einem kleinen Hafen voller Schiffchen. Allerdings haben wir etwas Mühe, unsere Hotelzufahrt zu finden, so dass wir auch wieder erst gegen 18:00 landen. Dafür ist das Hotel aber um so hübscher! Ein Bungalowanlage, jedes Häuschen anders gebaut mit Türmchen,und Aussichtsplattformen, Liegestühlen und Hängematte, jedes individuell ausgebaut und ausgestattet und im Gelände mit zwei wuscheligen Alpacas zum Streicheln. Alles sehr hübsch! Gleich noch dem Wegschließen der Autos in einer seperaten Gagage ins Städtchen gebummelt, kurz bei dem Einen oder Anderen der vielen Marktstände geschaut und dann in einem Kneipchen recht gut gegessen. Danach in unsere Bungalows und gut geschlafen.

Tag 17 -17.9. Titicaca See -Mond&Sonneninsel

Zeitig aufgestanden, Kaffee und Cornflakes geschlürft und zum Hafen getapst um eine Tour über den See zu buchen. Haben uns für ein Boot entschieden, dass dei Mond- und die Sonneninsel anfährt. Wir tuckern mit dem Schiffchen für ca. 30 Personen nicht wirklich schnell zur Mondinsel. Nach fast zwei Stunden kommen wir endlich an und sehen uns die Überreste eines präinkanischen Dorfes an. Leider gibt es weder einen Führer, noch sind die Überreste mit Tafeln versehen, so dass wir Alles nur erahnen können. Dann bei ziemlichen Wellengang weiter zur Sonneninsel - eine Herausvorderung an den Magen. Die Sonneninsel ist wesentlich größer und weit oben auf dem Berg gibt es ebenfalls präinkanische Stätten zu sehen. Aber ersteinmal haben wir Alle verdammten Hunger, setzen uns auf eine Terasse geniesen das Essen und den Ausblick. Leider wusste nur Steffen, dass wir für den Aufstieg fast zwei Stunden brauchen würden. Aber da er nicht genug drängelt, brechen wir viel zu spät auf. Auf 4000m einen steilen Berg zu erklimmen ist äußert schweißtreibend und luftraubend. Wir quälen uns hinauf, aber leider schaffen wir es aus Zeitmangel nicht mehr. Steffen stock sauer! Mit dem Boot zurück nach Copacabana. Hinzu war es noch recht frisch, rückzu aber angenehm. Da wir die Sonne durch den Fahrtwind nicht spüren, sind auch Alle gut gerötet. In unsren Häuschen zurück ruhen sich die Mädels erstmal aus und pflegen sich ein wenig, die Jungs krabbeln auf den Hausberg und schauen sich den Sonnenuntergang an. Dann gehen wir noch Bummeln und Souveniers einkaufen um uns anschließend ein nett aussehendes Kneipchen zu suchen. Das Essen schmeckt, der Wirt ist nett und in einer Ecke knappert ein süßes kleines Mäuschen vor sich hin - na ja, besser als Kakalaken! Im Häuschen angekommen krabbeln wir auch bald in unsere Bettchen. Die Höhe fordert ihren Tribut.

Tag 18- 18.9. Rueckfahrt La Paz ueber Tiwanaku

Im benachbarten Hostel sehr gut gefrühstückt und dann Richtung Oberland aufgebrochen. Nochmal herrliche Ausblicke auf Copacabana und den See, allerdings ist es heute kühl und bewölkt und auf der Fahrt hagelt es sogar ab und zu. Der See ist auch relativ unruhig und damit ist die Überfahrt mit der Fähre auch recht abenteuerlich und magenbewegend - aber wir haben es überlebt Weitergefahren Richtung La Paz . Ein Abstecher über Scotterpistenzu einer Inka-Ausgrabung ¨Thiwanaku¨. Eine ziemlich große Ausgrabungsstätte aus Prä-Inka-Zeiten. Zwischendrin wuseln die Bäuerinnen mit ihren Hüten und Röcken und graben mit Spaten und Spitzhacke nach weiteren Schätzen. Noch schnell das Museum mitgenommen und dann weiter zum Oberland. El Alto nur gestreift, aber dieses Verkehrschaos reicht auch nur kurz aus. Im Oberland angekommen gehen wir sofort ins Restaurent, wie immer kurz vorm Hungertod. Herrlich gegessen, unsere Zimmer mit Heizung bezogen, im Regen die Autos ausgeräumt, noch ein paar Bilder angesehen und dann ab ins Bettchen.

Tag 19 - 19.9. La Paz Oberland und Abgabe Autos

Ausgeschlafen !!!, Im Hotel gefrühstückt und danach versucht, den Zoo zu besuchen. Leider hatten die Schulklassen gerade Ausgang und die Umgegend war total verstaut und voller Menschen. Also doch gleich zu Aldo die Autos abgegeben. Aldo noch ein paar Geschichten und Erlebnisse ausgetauscht, Geld geholt um Mehrkosten der Autos zu bezahlen und mit dem Taxi zum Hotel zurueck. Unsere guten Buechsen mit Hackbaellchen aus der Buechse mit Reis gegessen und einfach im Garten sitzen geblieben, Kaffee getrunken, Obst geknabbert, überlegt, ob wir noch etwas tun und uns entschlossen, faul zu bleiben.

Dann fiel Steffen ein, dass er zu Hause ja schon 18:00 Geburtstag hätte. Damit war unsere Frühstücksplanung über den Haufen geworfen und wir haben kurz entschlossen um sechs Uhr den Champagner knallen lassen. Törtchen und eine Wunderkerzen- Fünzig, hübsche Karten und Geschenkgutscheine und ein Röschen für das schüffel, schön zum Abendessen eingeladen und angestoßen auf unseren Jüngsten! Im Haus  noch ein wenig gefeiert und  dann ins Bettchen.

 

Fazit:

Wir sind mit unserem Autos hervorragend durch gekommen - ohne Pannen, Unfaelle oder Ueberfaelle.

Wir hatten bis auf drei kleine Schmiergeldaufforderungen keine Sorgen mit der Polizei oder anderen offiziellen oder inoffiziellen Instanzen.

Wir haben keine nennenswerten Krankheiten oder Mangelerscheinungen erlitten.

Unsere Notfallausrüstungen wie Sauerstoff, Satelittentelefon, blutverdünnende Mittel oder Ähnliches haben wir nicht gebraucht. Die Ausfallerscheinungen haben sich auf Sonnenbrand und kurzzeitigem Durchfall beschraenkt.

Morgen beginnt Teil II der Reise. Wir fliegen an den Amazonas und hoffen, dass auch dort Alles gut klappt.

Tag 20 - Flug nach Rurrenabaque

Schön zusammen gefrühstückt mit Geburtstagskuchen und Kerzen. Dann in Ruhe Sachen gepackt und mit dem Hotelbus zum Flughafen. Noch ein letztes Mal den Dreck, Gestank und das Verkehrschaos von El Alto. In Ruhe eingecheckt ohne wirkliche Kontrollen und dann zum Flieger. Ein paar Schritte über das Rollfeld und da steht  die wunderbare Propellermaschine für 19 Personen. Verdammt klein und eng und das arme Paulchen ist vor Angst fast gestorben. Eigentlich wollte er ernsthaft in La Paz bleiben! Mit vereinten Kräften haben wir ihn über den Flug gerettet und kommen nach  relativ rühigen Flug nach ca. 40 Minuten im Örtchen am Beni an. Der Flieger hatte die Tür noch nicht ganz offen, da spürte man schon die Hitze. Wir sind zwar nunmehr nur noch auf 300m Höhe, aber dafür sind die Luftfeuchtigkeit und die Hitze extrem hoch.

Am Rande der Rollbahn standen schon die Passagiere für den Rückflug, Wir laufen die 10m zum Flughafengebäude, ungefähr so groß wie ein Einfamilienhaus, daneben ist ein Imbiss und ein Toilettenhaüschen und die Schweine weiden gleich um die Ecke. Unser Schweizer Vermieter erwartet uns schon und wir laden unser Gepäck auf seinen Pick up, zwei dürfen vorn bei ihm sitzen und der Rest zusammen mit dem Gepäck auf der Ladefläche. Gleich noch eine kleine Rundfahrt durch seinen Privaturwald und dann an unseren hübschen Bungalows auf einer Anhöhe abgeladen. Ein schöner Ausblick, eine hübsche Anlage mit Pool und Gaststätte, die Bungalows komplett ausgestattet und sehr hübsch eingerichtet. Wir waren kaum angekommen, ging ein kurzer, aber heftiger Regenguss nieder.

Die Hitze ist aber nicht weniger geworden. Beim Sitzen am Pool und Essen im Kneipchen läuft der Schweiß auch ohne jegliche Bewegung.

Jörg holt uns ab, fährt uns ins Städtchen und zeigt uns die Reisebüros zum buchen unserer Tours.

Wir werden 2 Tage in die Pampa fahren und einen Tag in den Urwald. Noch Geld geholt und Wasser gekauft und mit dem Taxi zurück zum Hotel. Kurz in den Pool und da es plötzlich extrem windisch wurde, sind wir in unser Bungalow gezogen und die Tour und Packliste besprochen. Dann fängt es wieder an heftig zu regnen. Mal sehen, wie die Straßen morgen aussehen.

Vor dem Schlafen gehen nochmal an den Opi gedacht. Leider ist sein Stern gerade nicht zu sehen, aber wir sind in Gedanken bei ihm!

Tag 21 - 21.9. Pampa Tag 1

In der Nacht hat es weiter heftig geregnet und am Morgen nieselt es immer noch. Wir haben ein herrliches Frühstück mit von Jörg selbst gebackenen Brötchen, Butter, Rührei ohne Ende, Obst und Marmelade. Jörg erzählt aus seinem ereignisreichem Leben und wie er auf der ganzen Welt Geld verdient hat. Zurück in die Schweiz möchte er nicht. Auf unsere Fage nach dem Regen meint er, in der Pampa ist es schon wieder ganz anders und wir sollen beruhigt fahren. Also noch schnell die Campausrüstung fertig gepackt und auf die Guidess gewartet. Nach einer halben Stunde Warten kam ein Guide und meinte, die Autos kommen den Berg wegen des Regens nicht hinauf. Also gehen wir entgegen. Der mit Flusssteinen gepflasterte Weg ist wirklich aalglatt.

In die  Autos verteilt und drei Stunden über die Schotterpiste Richtung Norden in die Pampa. Am Anfang noch dichter Urwald, dann immer mehr freie Felder mit Rinderherden, Pferden und Schweinen. Mal ein kleines Dorf oder eine Herberge, Wasser, Störche verschiedener Arten. Der Regen hat aufgehört, aber die Piste ist teilweise extrem aufgeweicht und wir schwimmen über die Straße. Dafür haben wir keinen Staub und  es ist auch wenig Verkehr. Plötzlich stoppt das Auto und der Guide zeigt uns in einem hohen Baum ein selten zu sehendes Faultier - unglaublich, wie das zu erspähen war! Es hangelt sich für uns langsam den Baum hinunter.

Im Camp angekommen sind wir sehr positv überrascht: Bungalows mit Wassertoilette, Dusche und richtigem Bett. Zimmer, Speiseraum und Gelände tip-top sauber und es fehlt an Nichts. Es regnet nicht mehr und die Temperaturen sind für uns äußerst angenehm - nur dem Guide ist es zu kalt.

Nach dem ordentlichen Mittagessen noch ein wenig ausgeruht und dann mit unserem Guide Alex aufs Boot zur Flusstour. Eine kleines motorisiertes Holzboot, auf dem ich vor schaukeln und Schieflage natürlich ersteinmal Panik bekomme. Nach einer Umsortierung geht es dann und wir schippern den rehbraunen Fluss entlang. Es istschon Trockenzeit und der Wasserstand sehr niedrig. Dann die ersten Kaimane, Schildkröten, schöne Piepser und Kraniche überall, die Ränder mit rießigen Bäumen, Hängeplanzen und Lianen gesäumt. Wir sind begeistert von den ersten Kaimanen, bekommen Angst, weil Alex bis auf einen Meter heran fährt und erschrecken ganz furchtbar, als sich so ein Tierchen plötzlich genau neben uns dreht. Aber wir gewöhnen uns daran, denn es gibt Unmengen von diesen nicht besonders wohlgesonnen aussehenden Tieren.

Wir schippern weiter und sehen schweineartige Tiere, Capybaras, die größten Nager der Welt mit ihren Jungen, in den hohen Bäumen einen Black Howler Monkey und dann noch eine Horde Common Squirrel Monkeys. Als wir dicht am Ufer hielten und Ramona in ihrer Tasche kramte, kamen sie ganz nah. Und als ein Keks in Aussicht gestellt wurde, waren sie sofort im Boot und auf Knien und Schultern. Diese kleinen, süßen Äffchen hätte man stundenlang ansehen können. Aber es wurde Zeit zum Umkehren, langsam kam die Dämmerung.

Im Halbdunkel im Camp zurück. Nett zu Abend gegessen, noch etwas mit dem Guide geschwatzt und dann nochmal ins Boot um ¨rote Augen¨ an zu sehen - die angeleuteten Augen der Kaimane. So eine kleine Fahrt auf dem stockdunklen Fluss ist gespenstig, wenn am Rand die Augen wie rote Feuersteine funkeln! Aber die Stille und der atemberaubende Sternenhimmel lassen uns Alles vergessen und wir geniesen einfach nur den Augenblick!

Nochmal ein wenig geschwatzt und dann ins Bettchen.

Tag 22 - 22.9. Pampa Tag2

In der Nacht war es doch etwas frisch. Mein Hüttenschlafsack und das Shirt reichten nicht aus. Ich brauchte Pullover und Decke.

Am Morgen straht die Sonne. Wir brechen nach dem Frühstück in Gummistiefeln mit dem Boot auf zur Anacondasuche. Nach kurzer Fahrt gehen wir an Land und folgen Alex durch hohes Gras und Schilf auf eine moorastige Wiese. Dort sollen die Schlangen zu finden sein. Wir stapfen durch den Morast, teilweise fast knietief im Schlamm versunken, die Sonne brennt vom Himmel und wir sind froh, dass ein Guide eine kleine, ca. 2m lange Anaconda gefunden hat. Das Tier häutet sich gerade und ist daher nur grau, statt grün und schwarz. Nach intensiver Fotosession sind wir froh, zurück ins Gebüsch zu unserem Boot zu kommen. Nach kurzer Weiterfahrt haben wir am Ufer - ohne Kaimane -  gehalten und die Angeln zum Pirhaniafischen ausgeworfen. Als erstes hatte Alex ein Fischlein. Nicht größer als 12cm, aber die Zähnchen verdammt spitz und scharf. Der Erfolg war insgesamt trotz großem Einsatz eher spärlich, aber wir haben die drei Fischlein doch mit ins Camp genommen. Der Planet brennt ziemlich heiß!

Im Camp nochmal auf den Fluss geschaut und entspannt, Mittag gegessen, Rucksack gepackt und auf der diesmal staubigen, unwegsamen Piste zurück nach Rurrenabaque.

In unserem schönen Hostel mit Blick auf das Städtchen den Pool, die kalten Getränke, das Abendessen und den Sternenhimmel genossen. Das Kreuz des Südens abgelichtet - haben wir schließlich gestern von Alex gelernt!

Es ist immernoch sehr warm und wir werden mal sehen, ob wir heute Nacht auch gut schlafen können.

Tag 23 - 23.9. Rurre Urwaldtour

Trotz Hitze halbwegs gut geschlafen. Frühstück wieder sehr gut und 8:00 mit Jörg in die Stadt gefahren und zur Urwaldtour aufgebrochen. Die Sonne brennt jetzt schon und wir schwitzen nach der heißen Nacht weiter. Unser Guide geht mit uns zum Boot und wir fahren zügig Richtung Süden in den Regenwald. Der Fluß Budi ist erstaunlich groß, hat viele Stromstellen und Unmengen Treibholz. Unterwegs haben wir noch ein paar Einheimische abgesetzt. Dann ein Einheimischendorf aufgesucht. Von der Regierung verordnet für Bauernfamilien, 5 Familien mit ungefähr 75 Personen und nett angelegt. Einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft bekommen und dann weiter im Boot zu einer Hütte am Ufer, um die Schuhe in Gummistiefel um zu tauschen. Der Sinn hat sich uns nicht erschlossen, aber wir sind ja brav. Mit dem Boot zur abgekündigten Schlucht gefahren und mit dem Guide aufgestiegen. Die Schlucht ist zwar nur 200m lang, dafür um so schmaler und rutschiger. Wir haben dann auch erfahren müssen, warum wir Gummistiefel tragen sollen - Diese haben nicht ausgereicht und wir sind bis zu den Knien klitschnass, total verdreckt und müssen auch noch auf Spinnen und ähnliche Tierchen achten. Endlich den Engpass durchquert und Pause gemacht. Dann die frohe Nachricht - wir gehen den gleichen Weg zurück! Aber egal, wir sind eh` total hinüber.

Zurück im Boot fahren wir weiter und landen nach kurzer Zeit und Aufstieg in einem Urwaldcamp zum Mittagessen. Schön gegessen und ausgeruht und dann mit dem Guide zur ¨Überlebenstour¨ mit Erklärung der unterschiedlichen Fallen aufgebrochen. Der Urwald faszinierend mit seinen Riesen, dem Blätterdach und den vielen Stimmen. Die Fallen recht hübsch, aber doch nur eine Touri-Tour. Tiere sehen wir kaum. Mal eine Schildkröte, Schmetterlinge, Frösche und dann doch noch eine Wasserschlange. Dann mit dem Boot weiter in eine Flussenge von hohen Felsen gesäumt gefahren. Der Fahrtwind auf dem Boot tut verdammt gut, denn wir sind durchgeschwitzt und geschafft.

Wir werden sicher zurück in den Hafen geschifft. Nur ca. 100m vorm Anlegen musste Benzin aufgefüllt werden. Wieder an Land haben wir uns geteilt - duschen oder Cervesa! Kurz danach zum Abendessen im Hostel wieder getroffen, noch ein wenig Bilder angesehen und Geschichten vorgelesen und dann auch todmüde im heißen Hotelzimmer umgefallen. Die Klimaanlage ist zwar sehr laut, aber das ist auch Alles.

Tag 24 - 24.9. Rurre Erholung

Manch einer der Truppe ist sehr froh, dann wir haben unser geplantes Programm hundertprozentig eingehalten, sogar eher übererfüllt. Für heute ist Nichts geplant. Aber zum Frühstück taucht Jörg auf und lädt uns zur versprochenen ¨Wasserverbrennung¨ ein. Wir fahren mit ihm zu seinem Haus und er verbrennt mit uns  Wasser in einem Kessel. Steffen erkennt natürlich sofort Karbit und alle freuen sich, dass sich das Feuer bei Wasserzufluß immer weiter vergrößert. Dann hat er uns noch in sein Haus eingeladen - einem auf Pfählen errichteter Adlerhorst mit ausgeklügeltem Kühl- und Wasserversorgungssystem, herrlichem Blick über seinen Berg und selbstgemachtem Schinken und Käse.

Herrlich!!! Dann noch sein neuestes Bauwerk auf dem gegenüberliegenden Hügel besichtigt. Tolle Farben und Formen bei der Innenausstattung und bolivianische Handwerker, die fleißig, zuverlässig und pünktlich bei der Arbeit sind - so zumindest Jörg.

Zurück über steile Abhänge und Anstiege auf der Laderampe seines Jeeps zum Hostel. Bei einem Gläschen Wein plaudert Jörg gern über sein Leben. Ein Typ, der über vierzig Jahre weltwelt unterwegs war und überall als Bauingenieur seine Spuren hinterlassen hat. Die Zeit vergeht, die Gespräche werden tiefgründiger und unser Horizont öffnet sich, zumindest teilweise wiedermal ein wenig.

Immer mal wieder in den Pool gehüpft. Der Abkühlfaktor ist gering, aber hält hinterher im Schatten ein wenig an. Dann mit Steffen noch eine Runde durch den Privaturwald von Jörg getapst. Leider nicht weit gekommen, jeder Weg war nach kurzer Zeit versperrt - die Machete fehlte! Aber bei der Hitze haben wir dann auch bald die Segel gestrichen und sind den Anstieg zum Hostel bei prasselndem Planeten hinauf geschlichen. Sofort zurück zum Pool zum Abschwitzen, Wasserauftanken, Duschen und Abkühlen. Noch chein wenig im Schatten über den Dächern des Städtchens entspannt und dann ist auch Jörg wieder da.

Paul ist ganz erpicht auf seine Geschichten und so hocken wir uns wieder zusammen und hören Geschichten aus aller Welt - nicht uninteressant, aber teilweise schon ein paar Jahre her.

Am Ende haben wir im Hostel gegessen, gebadet und getrunken und einen tollen Typen kennengelernt, der es geschafft hat und mit 65 Jahren sagt, er nimmt Alles wie es kommt und es geht schon irgendwie weiter - mit etlichen Immobilien im Lande verteilt sicherlich auch nicht ganz sooo schwer.

Zurück im Bungalow spüren wir die Hitze wieder. Die Klimaanlage läuft auf Hochtouren, ohne jeglichen Effekt. Ich lege mich jetzt trotzdem nach einer kurzem Dusche ins Bett, hoffe, keinen Hitzschlag zu erleiden und sehne mich nach der Laguna Verde !

Tag 25 - 25.9. zurück nach Santa Cruz

In der Nacht gewittert es und heute morgen regnet es auch noch ziemlich heftig. Aber zum Frühstück hört es langsam auf und wird heller - leider aber auch wieder heißer.

Wir packen Alles zusammen, schwatzen noch ein wenig und werden dann von Jörg auf der Rampe seines Jeeps zum herrlichen Flughafen gefahren. Dort brauchen wir ewig, um unsere handgeschriebenen Tickets in Empfang nehmen können, dürfen noch 22 Bs wofür auch immer löhnen, gehen mit Wasserflaschen und Übergepäck durch die äußerst strenge und genaue Kontrolle , fahren mit dem Kleinbus Rollbahn und warten auf unsere Propellermaschine. Dann kommt das Maschinchen auch schon angeflogen, landet, rollt auf uns zu und hält ca. 10m von uns entfernt. Die Passagiere steigen aus, wir steigen ein und los geht der Flug nach La Paz. Bis  auf den Landeanflug lief das Maschinchen sehr ruhig und Paulchen hat es auch gut verkraftet. In La Paz schnell zum nächsten Flieger und weiter nach Santa Cruz. Auch dieses Stündchen überlebt und auch die Landung trotz starkem Wind gut verlaufen. Auf dem Flughafen weht extrem viel Wind, wir steigen ins Taxi und lassen uns ins Hotel fahren. Dort lassen wir erstmal alle Viere gerade sein, geniesen den Wind und die angenehmen Temperaturen und suchen in der Nähe ein Kneipchen zum Essen. Leider Fehlanzeige. Aber da wir inzwischen an einer belebten Straße sind, wird sich ja ein Taxi finden lassen. Auch Fehlanzeige, denn um diese Zeit sucht grade jeder ein Taxi. Aber da kommt ein öffentlicher Bus in Richtung Zentrum und so fahren wir für 0,20€ mit - erstaunlich sauber und problemlos. Die Straßen sind total verstopft, am Rand, in jeder Gasse, auf dem Mittelstreifen und zwischen den Autos drängeln sich Verkäufer mit Waren jeglicher Art. Wir kommen wieder Erwarten im Zentrum an und gönnen uns ein schönes Abschiedsessen im besten Haus am Platz auf der Dachterasse mit Blick auf den Park und die Kirche. Sehr gut gegessen, noch kurz gebummelt und dann mit dem Taxi zurück zum Hotel. Noch ein wenig auf dem Balkon gesessen und geschnattert und festgestellt, dass der Urlaub doch recht gelungen war, wir die Hälfte schon wieder fast vergessen und nicht wirklich Lust auf den Rückflug haben.

Tag 26/27 - 26./27.9. Rückflug über Sao Paulo

Im gut klimatisierten Zimmer herrlich geschlafen.

Nach dem Frühstück zum letzten Mal Sachen gepackt, mit dem Taxi zum Flughafen und erstmal nach Sao Paulo. Der dreistündige Flug hatte ein paar Turbolenzen und dann aber noch eine geschlagene Stunde Rundflug über der wolkenverhangenen Stadt, da wir wegen des schlechten Wetters keine Landeerlaubnis erhalten. Dann endlich gelandet, Gepäck geholt, Gepäck eingecheckt und immer warten und Schlange stehen. Gegessen, eingekauft, die verschiedensten Kontrollen durchlaufen, im Flieger noch ewig gesessen, aber dann geht es endlich los - unser vorerst reichlich elfstündiger Flug nach Frankfurt.

Pünktlich nach leicht turbolentem Flug und gewöhnungsbedürftigem Frühstück im Flieger gelandet. Schnellen Fusses zum Zug gehechelt und dann mit dem ICE Richtung Heimat. Die Zugfahrt völlig entspannt und pünktlich. Max holt uns  ab und wir überlegen, ob wir die Rabenauer  gleich auf dem Oktoberfest begrüßen.

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